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Der Grundstein des Spendenprojekts:
Unterstützung für Familien und Kinder in Not
 
 


Famille Diallo und ich beim ersten Treffen im September 2008, ganz zu Beginn des Projekts zur Hilfe der Familien in Not.


Mit diesem Pferdefuhrwerk wurden die Reissäcke gebracht, die im Rahmen des Mikrokredit-Projekts an die Mütter verteilt wurden.


   


Hilfe für Familien und Kinder in Not

Mit der Hilfe für Familien in Not fing eigentlich alles erst an. Mahamane Maiga erzählte mir von einem seiner persönlichen Projekte, der Unterstützung von Familien, die aus sehr vielen verschiedenen Gründen auf einmal vor dem Nichts stehen und in der ganz akuten Situation noch nicht einmal das Geld zur Ernährung ihrer Kinder aufbringen können. Für diese Kinder bzw. deren Familien sammelt er Spenden, kauft damit Reis und Milch und sorgt so dafür, dass die Betroffenen in diesen Notistuationen zumindest mit dem Allernötigsten versorgt sind.
Andere Fälle sind zwar nicht ganz so akut, dennoch kann es ohne Unterstützung keine rechte Zukunft geben: Mit Spendengeldern werden auch Kleidung und Schulutensilien für Kinder gekauft, die einen Elternteil oder zum Teil auch beide Eltern verloren haben, bei Verwandten leben und oft überhaupt kein Geld haben, um sich selbst mit diesen Dingen zu versorgen. Konkrete Beispiele finden Sie auf der Seite "Wem kann ich helfen?", die ich zu Beginn meines Aufenthaltes hier aufbaute, um auf die Situation der Kinder aufmerksam zu machen.

Denn das Projekt faszinierte mich und so baute ich diese Internetseite auf, um es zu unterstützen. Aus diesem ersten Projekt ist mit der Zeit und mit den vielen Spenden ein weiteres und weiterreichendes Projekt erwachsen: Eine Gruppe von 15 Müttern aus dem Viertel hat Kleinkredite bekommen, um sich damit eigene Verdienstmöglichkeiten aufzubauen. Besonders werden Witwen und auch HIV-positive Frauen unterstützt, für die das Projekt gleichzeitig als Integrations- und Entstigmatisierungsprojekt dienen soll. Gleichzeitig werden ihnen Lesen und Schreiben und Rechengrundlagen vermittelt und sie werden mit bestimmten Nahrungsmitteln versorgt, um zu verhindern, dass der Kleinkredit bei finanziellen Engpässen einfach für Nahrung ausgegeben wird und verloren ist. Daneben übernimmt das ADQ-CAMS die Organisation und die Kosten für die Einschulung eines Kindes jeder Frau, denn so kann diese Situation relativer Sicherheit für die Frauen verlängert und verstärkt werden: Die Bildung der Kinder wird auch von den meisten Menschen hier als einziger Weg heraus aus der Armut betrachtet. Wenn die Kinder nicht zur Schule gehen können, verstärkt das die Unsicherheit in der Familie, auch wenn es nicht um ganz konkrete, sondern um langfristige Sorgen geht. Zudem ist in Anbetracht des Bildungsgrades hier in Sikoro schon eine geringe Schulbildung der Kinder ein großer und ganz konkreter Schritt nach vorn für die ganze Familie: Beispielsweise passiert es auf dem Markt sehr häufig, dass die älteren Verkäuferinnen kein Französisch verstehen und ein Kind ihnen zur Seite springt um zu übersetzen.

So hilft das Spendenprojekt zum einen, Familien aus ganz konkreten Notsituationen zu befreien und andererseits auch nachhaltige und konkrete Hilfe miteinander zu verbinden.

Wenn Sie weitere Projekte dieser Art unterstützen wollen, sehen Sie sich einmal auf der Seite www.kiva.org um - dort können Sie ganz konkreten Projekten nicht Spenden, sondern Mikrokredite zur Verfügung stellen.
Ich weise lediglich auf die Existenz dieser Seite hin und übernehme keinerlei Verantwortung für deren Inhalte.


Der Präsident des ADQ-CAMS bei der Ausgabe der eben angekommenen Nahrungsmittel für die Frauen und ihre Kinder.


Und ich selbst.

 

 

           

 
 
 
   
© 2008 by Moritz Brandenburger • moritz.brandenburger@t-online.de           
Aktualisiert am 05.01.2012